Über die Mauer
…ist die spielerische Auseinandersetzung Wassily Kandinskys mit seiner Theorie des Gesamtkunstwerks, mit der er sich seit etwa 1908 beschäftigte. Zu der Zeit hatte er Bekanntschaft mit seinen Landsleuten, dem Komponisten Thomas von Hartmann und dem Tänzer Alexander Sacharoff gemacht. Gemeinsam begannen sie an Projekten für das Theater zu arbeiten und dabei Malerei, Musik und Tanz miteinander zu verknüpfen.
In Über die Mauer, 1913 in München verfasst, erweiterte Kandinsky seine Überlegungen um eine für das Gelingen des Gesamtkunstwerks wichtige Komponente: den Betrachter, den Zuhörer. In Form eines ebenso humorvollen wie nachdenklich machenden und über die Kunst hinaus gehenden, fiktiven Dialogs zwischen Künstler und Rezipienten fordert er Letzteren zu genauem Hinhören und Hinsehen auf, dazu, offen, empathisch und neugierig zu sein, Grenzen zu sprengen, die „Seele“ aus den sie umgebenden Mauern zu befreien. Dabei ist Kandinsky ganz nebenbei eine wunderbare, kleine Hommage an die Abstrakte Malerei gelungen.
„Es geht mir um das Anstoßen oder Aufzeigen einer inneren existenziellen Kreativität. Nicht über den Weg von außen, sondern über einen inneren Weg. Das Erlebnis dessen, was Kandisky das Seelische nennt. Oder das Erleben dessen, was uns bewegt, was uns hilft, was uns auch dieses Leben als ein Wunder erleben lässt.”
- Arila Siegert
Trailer (4 Min.)
Weltpremiere in der Akademie der Künste Berlin,
1.Oktober 2021
Fotos von den Aufführungen im Januar 2022 in Dresden, Festspielhaus Hellerau:



Besetzung:
2 Schauspieler, 1 Tänzerinn/Sängerinn, 1 Maler, 1 Musiker
1 Kostüm, 1 Licht, 1 Ton
Technische Anforderungen:
Raumausstattung: Spielfläche mindestens 8 x 8m, weiße Rückwand, weißer Fußboden, weiße Seitenwände.
Projektion: Platz für 3 Overheadprojektoren samt Maler und kleinen Tisch im Zuschauerraum.
Musik: Ein Flügel, 2 Mikrofone zur Mikrofonierung des Klaviers, ein kleiner Tisch für den Laptop und Utensilien
Ton: PA für Publikumsbeschallung (dem Raum angemessen), 1-2 Monitore (Platzierung von Bühnengröße abhängig)
Beleuchtung: Vorderlicht, Rücklicht, Top-Licht.
Gesamtdauer ca. 65 Min. (ohne Pause)
UA: 1.Oktober 2021, Akademie der Künste, Berlin